2025 – ein Jahr mit großen Veränderungen: Im Unternehmen, in der Familie und in mir.
Ich frage immer mal gerne, wie sich jemand fühlt auf einer Skala von 1-10. Wenn ich mir selbst diese Frage für 2025 stelle, komme ich auf eine 7. Das ist so typisch für mich. Allgemein und gerade gültig für mein aktuelles Empfinden ohne genauer abzuwägen. Denn wenn ich das tue, komme ich für 2025 sowohl auf eine 3 als auch auf eine 9,9. Es gab Tage und Themen, die traurig waren oder schlecht liefen. Dagegen standen dann die sonnigen Tage, voller Lebensfreude, Euphorie, Optimismus und viel Dankbarkeit. Was das alles war, erfährst du hier.
Schöne und glückliche Momente in 2025
Foto-Shooting mit Karina Schuh in Cochem
Geburtstags-Foto-Shooting
Ein absolutes Highlight in diesem Jahr war das professionelle und lockere Geburtstags-Fotoshooting mit Karina Schuh. Ich brauchte neue Fotos für meine Website und Social Media. Da dachte ich mir, dass mein Geburtstag im August ein idealer Tag dazu wäre. Bisher habe ich mich immer sehr gut an meinen Geburtstagen gefühlt. Mein Gedanke war, dass man dieses Gefühl dann automatisch mit in die Bilder bringt. Und das war auch so. Erst bin ich früh morgens zur Friseurin Sabrina Heilig hier in Cochem gegangen für ein perfektes Styling. Dann ging es los. Meine Tochter Evi hat uns begleitet, mein Mann Hans spielte den Chauffeur und fuhr uns in kürzester Zeit zu den Hotspots hier in Cochem.
Zwischen Videocalls, KI-Kompetenz und Netzwerken
Mentorin bei MentorMe
Bei MentorMe bin ich seit letztem Jahr als Mentorin ehrenamtlich tätig. Ich schätze besonders das Vertrauen, was mir geschenkt wird. Besonders schön ist es zu erleben, wie die Frauen mit jedem Treffen sicherer und klarer in ihrer beruflichen Ausrichtung wurden und ihr Selbstbewusstsein stieg. Unsere Treffen sind immer mit Spaß und Freude verbunden. Diese Roll als Mentorin zeigt mir immer wieder wie wichtig es ist, Wissen und Erfahrungen weiterzugeben und dabei auch selbst zu wachsen. Es macht mir große Freude, andere Frauen auf ihrem Weg zu begleiten und zu sehen, wie sie ihre Ziele mit Leidenschaft und Entschlossenheit verfolgen.
LinkedIn Netzwerk und Sichtbarkeit
Auf LinkedIn habe ich meine Kontakte Schritt für Schritt erweitert. Im Januar 2024 hatte ich weniger als 150 Kontakte. Im Dezember 2050 folgen mir über 2.000 Menschen. Ich durfte viele spannende Menschen kennenlernen. Ich poste regelmäßig unregelmäßig. Das bedeutet, dass ich öfters was schreibe aber nicht nach Schema F oder völlig durchgeplant. Immer spielen aktuelle Gedanken und Empfindungen eine Rolle.
Besonders bereichernd ist der Austausch mit Nachfolgerinnen und Branchen-Kolleginnen. LinkedIn ist für mich im Laufe des Jahres zu einem echten Werkzeug für Wachstum, Inspiration und Unterstützung geworden. Es hat mir gezeigt, wie toll ein authentisches Netzwerk sein kann, wenn man es mit der richtigen Absicht aufbaut. Mein LinkedIn-Profil.
QRC-Verband
Ein weiteres Jahr bin ich bewusst Mitglied im Verband QRC Qualitätsring Coaching und Beratung. Im wöchentlichen Format „QRC in touch“ sprechen wir offen über alle großen und kleine Themen der Branche. Der regelmäßige Austausch in der monatlichen Peer-Group mit Karin Angerer hat sich weiterhin als besonders wertvoll erwiesen. In dieser Gruppe teilen wir unsere Erfahrungen, reflektieren Herausforderungen und frischen unser Wissen auf.
Durch die Mitgliedschaft im QRC habe ich nicht nur Zugang zu einer engagierten Community von Coaches und Beratern, sondern auch die Möglichkeit, mich über neueste Entwicklungen in der Coaching-Welt auf dem Laufenden zu halten. Es ist inspirierend zu sehen, wie viel Energie und Innovation in diesen Austausch fließen, und ich bin dankbar für die vielen Impulse, die ich für meine Arbeit mit Nachfolgerinnen in Familienunternehmen mitnehmen kann. Diese Verbindungen haben mein berufliches Jahr bereichert und mir noch mehr Sicherheit in meiner Rolle als Begleiterin gegeben. Ab Januar 2026 unterstütze ich ehrenamtlich das QRC-Marketingteam und freue mich sehr auf die Zusammenarbeit.
FIM
Seit 2024 engagiere ich mich aktiv in der fim Vereinigung von Frauen im Management, einer Organisation, die Frauen in Führungspositionen vernetzt und stärkt. Es ist unglaublich bereichernd, Teil dieses Netzwerks zu sein und gemeinsam mit inspirierenden Frauen an wichtigen Themen zu arbeiten.
Ein besonderes Highlight im März war für mich die Podiumsdiskussion in Stuttgart zum Thema Unternehmensnachfolge. Im Mittelpunkt stand meine eigene Geschichte als Nachfolgerin und die Frage, was ich mir damals selbst gewünscht hätte. Genau daraus ist heute meine Arbeit entstanden: Nachfolgerinnen dabei zu unterstützen, ihren eigenen Weg im Familienunternehmen zu finden und die Nachfolge aktiv zu gestalten.
Dieses Engagement gibt mir nicht nur die Möglichkeit, mich aktiv für Frauen im Management einzusetzen, sondern auch, wertvolle Impulse und neue Ideen für meine Arbeit mitzunehmen. Es motiviert mich, gemeinsam mit anderen Frauen an einer Zukunft zu arbeiten, in der weibliche Führungspersönlichkeiten selbstverständlich und gestärkt ihren Weg gehen.
AFNB
Seit 2024 bin ich Mitglied bei der AFNB – Akademie für Neurowissenschaftliches Bildungsmanagement.
Dort fließen aktuelle Erkenntnisse aus der Hirnforschung direkt in moderne Lern- und Lehrkonzepte ein. Besonders wertvoll für meine Arbeit: der Zugang zu einer der weltweit umfangreichsten Datenbanken mit neuesten Studien aus Neurobiologie und Neurowissenschaften.
Die Verbindung von Psychologie, Wissenschaft und Praxis begleitet mich schon seit meinem Masterstudium und ist bis heute fester Bestandteil meiner Arbeit. Über die AFNB nutze ich ein integriertes Learning-Management-System, mit dem ich eigene Kurse und Inhalte entwickeln kann, z. B. zu Konflikten, Führung, Selbstreflexion, Entscheidungsfindung oder psychologischen Dynamiken im Unternehmen.
Genau diese wissenschaftlich fundierten Werkzeuge setze ich gezielt in der Begleitung von Nachfolgerinnen in Familienunternehmen ein. Sie helfen dabei, typische Herausforderungen wie Generationenkonflikte, innere Zerrissenheit, Führungsfragen oder schwierige Entscheidungen klarer zu sortieren und handlungsfähig zu bleiben.
So wird aus Wissen echte Unterstützung: fundiert, praxisnah und wirksam, damit Nachfolge nicht zum Dauerstress wird, sondern tragfähig gelingt.
Afterworkcampus der AIHE
Seit 2023 nutzte ich die Möglichkeit, über das Academic Institute for Higher Education (AIHE) an zahlreichen Vorlesungen des Afterworkcampus teilzunehmen. Dabei geht es immer um die Psychologie. Dieser spannende Austausch bot mir die Gelegenheit, psychologische Themen zu vertiefen oder neue Erkenntnisse aus der Forschung zu erfahren. Es werden auch immer praktische Seminare angeboten. Darüber hinaus wurden zahlreiche weitere relevante Themen im Afterworkcampus behandelt, die nicht nur für meine eigene Fort- und Weiterbildung von Bedeutung sind, sondern auch direkt in mein Programm NextGenPro Nachfolge einfließen konnten. In 2026 geht es mit dem Afterworkcampus und den Vorlesungen weiter und ich bin dabei.
KI-Kompetenz
Wer mich kennt, weiß, dass ich technisch immer auf dem neuesten Stand bin. Ich probiere gerne Neues aus.KI hat jetzt komplett Einzug in mein Leben gehalten. Schon 2023 habe ich viel damit ausprobiert und 2024 weiter gemacht. Ich habe schnell gemerkt, wo die Grenzen sind und wo sie mich unterstützen kann. Ich stellt mir die Frage wo die Grenzen sind im Sinne des EU-AI-Act?
Die Konsequenz war meine Ausbildung bei der AICA (Academy of International AI Transformation). Für mich war dabei entscheidend, einen nachweisbaren Rahmen für KI-Kompetenz zu haben. Gerade in meiner beratenden Tätigkeit. Ich habe dort gelernt, KI strukturiert, verantwortungsvoll sowie ethisch und rechtlich sicher einzusetzen, mit Blick auf Datenschutz und EU-Vorgaben, aber vor allem mit Fokus auf echte, sinnvolle Anwendung.
Heute nutze ich KI genau so, wie ich auch arbeite:
als Unterstützung, nicht als Ersatz.
als Klarheitshelfer, nicht als Entscheider.
Für meine Klientinnen bedeutet das: weniger Grübeln, mehr Überblick und fundiertere Entscheidungen im Nachfolgeprozess.
BNI Unternehmer/innen Netzwerk
Im April bin ich bei uns in Cochem in das BNI Netzwerk „Moselschleife“ eingetreten. Ich bin vor über 8 Jahren zum ersten Mal gefragt worden, ob ich Mitglied werde. Damals hat es für mich nicht gepasst. Durch Zufall bin ich durch Karina Schuh bei dem Besuchertag im März bei BNI gelandet und habe mich im Anschluss direkt angemeldet. Neben den wertvollen und schönen Präsenztreffen in Cochem habe ich durch BNI bundesweit sehr viel neue Kontakte knüpfen können. Diese sind immer per 1:1 Gesprächen, um einander kennenzulernen und sich gegenseitig zu empfehlen.
Nicht alles bei BNI passt zu mir und das ist auch okay. Es ist ein System, dem an der einen oder anderen Stelle ein Refresh guttun würde. Ich nehme mir daraus das, was sich für mich stimmig anfühlt, und lasse anderes bewusst liegen.
Natürlich höre ich auch die Stimmen, die BNI kritisch sehen. Gleichzeitig gilt: Ohne klare Regeln würde so ein Netzwerk nicht funktionieren. Wenn jede/r einfach sein eigenes Ding macht, zerfällt das Ganze. Das ist doch logisch.
Ich gehe damit entspannt um. Besonders spannend finde ich, dass ich viele Menschen in Cochem schon seit Jahrzehnten kenne und sie im Netzwerk plötzlich ganz neu erlebe. Mit Persönlichkeit, Haltung, Verantwortung und einer anderen Tiefe im Austausch.
Kooperation Nachfolge 360°
Dieses Jahr habe ich zum Thema „Nachfolge“ 2 wunderbare Kooperationspartnerinnen gefunden. Ich kenne sie schon etwas länger. Uns verbindet das Thema Nachfolge. Doris Reimann ist Steuerberaterin und Birgit Schneider Rechtsanwältin. Im September hatten wir unseren ersten gemeinsamen Impulsvortrag „Nachfolge beginnt heute!“ für alle Unternehmerinnen und Unternehmer gehalten. Am 13.01.2026 gibt es die Gelegenheit nochmal daran teilzunehmen.
Virtuelles Tagebuch
Auch in 2025 habe ich keinen Tag ausgelassen, um zu reflektieren. Was ist heute passiert und wie geht es mir? Was war vor einem oder vor 2 Jahren genau an diesem Datum? Der Mix aus Gegenwart, der Vergangenheit, Erinnerungen und Neuem ist für mich immer wieder faszinierend. Es bewegt mich sehr. Auch 2026 wird mein Tagebuch mein täglicher Begleiter.
Von Vertrauen und Freundschaften
Meine Freundin Britta und ich im Frühjahr 2025
Meine Freundin Britta ist wie ich hier in Cochem geboren. Sie lebt seit fast 30 Jahren in Mainz. Sie kommt immer gerne zurück an die Mosel und besucht mich. So wie im Frühjahr. Wir hatten wieder viel Spaß zusammen. Wir haben uns bewusst gemacht, dass wir uns seit unser Kindergartenzeit kennen. Das sind über 50 Jahre!!! Wir sind schon mehr als Freundinnen. Wir sind Familie. Britta wurde dieses Jahr zum ersten Mal Oma. Bei uns ist der Babyboom ausgebrochen. Im letzten Jahr haben mein Mann und ich 2 Enkelkinder dazubekommen und dieses Jahr im November ist das 5. Enkelkind geboren. Britta und meine Themen haben sich im Laufe der Jahre verändert, das Vertrauen ist geblieben.
Markenaufbau
Im Jahr 2024 habe ich mein Konzept NextGenPro Nachfolge® entwickelt und 2025 ist es an den Start gegangen. Mit Fokus auf Nachfolgerinnen in Familienunternehmen und ihren täglichen Herausforderungen.
Das Konzept umfasst neben der Begleitung von Nachfolgerinnen in Familienunternehmen auch Zusatzmaterialien zu psychologischen Themen und neurowissenschaftlichen Erkenntnissen, welche die Basis von guter Führung eines Familienunternehmens bilden.
Ganz wichtig ist die Selbstreflektion. Wer bin ich und was sind meine Bedürfnisse und Gefühle? Welche Werte sind mir wichtig? Wie geht es mir körperlich und mental?
Mein Fazit 2025
Auf unserem blühenden Balkon
2025 begann nicht mit einem Knall.
Sondern mit vielen Gesprächen, offenen Fragen und dem Gefühl: Dieses Jahr will sortiert werden. Nicht alles gleichzeitig. Nicht alles laut. Aber ehrlich. Beruflich wie privat.
Im Laufe des Jahres wurde genau das spürbar. Es gab weitere Verluste durch Tod und Krankheiten im nahen Umfeld.
Momente, die den Blick schärfen und Prioritäten verschieben.
Die nichts beschönigen, aber Klarheit bringen, was wirklich trägt.
Gleichzeitig habe ich 2025 sehr intensiv erlebt, wie wirkungsvoll meine Arbeit mit Frauen ist. In vielen Gesprächen, Sparrings und 1:1 Terminen ging es um Verantwortung, um Übergänge und um das Bedürfnis nach Klarheit.
Nicht jede Situation ist gleich. Nicht jeder Weg führt direkt in eine Nachfolge. Und genau das macht diese Arbeit so anspruchsvoll. Weniger sichtbar nach außen, aber spürbar in der Tiefe.
Beruflich war 2025 ein Jahr der Weiterentwicklung. NextGenPro Nachfolge® wurde weiter geschärft und ergänzt durch ein neues Feld: KI-Kompetenz. Die Ausbildung und der verantwortungsvolle Einsatz von KI haben meinen Blick auf Beratung, Zukunftsfähigkeit und unternehmerische Entscheidungen erweitert. Nicht als Trend, sondern als echte Verantwortung in meiner beratenden Funktion.
Ein prägender Teil des Jahres war meine Präsenz im Netzwerk. Durch FIM war ich häufiger vor Ort, unter anderem in Berlin und Stuttgart. Dort durfte ich als Keynote mit meinem Thema „Nachfolge 2.0“ vor vielen Frauen und auch Männern sprechen.
Parallel dazu war BNI neu in meinem Alltag mit regelmäßiger Präsenz im Unternehmertreff vor Ort hier in Cochem.
Über 100 persönliche 1:1-Gespräche habe ich 2025 geführt.
Ich habe zugehört, gefragt, gespiegelt und Empfehlungen gegeben. Menschen miteinander verbunden, weil es gepasst hat. Sowohl fachlich als auch menschlich. Dieses aktive Netzwerken war kein Selbstzweck, sondern Teil meiner Haltung: Nachfolge gelingt nicht im Alleingang.
Besonders wertvoll waren in diesem Jahr auch neue Kooperationen. Die Zusammenarbeit mit Doris Reimann und Birgit Schneider hat mir noch einmal gezeigt, wie wichtig es ist, Nachfolge ganzheitlich zu denken: wirtschaftlich, rechtlich und menschlich.
Privat war 2025 ein Jahr voller Gegensätze. Abschied und Neubeginn lagen nah beieinander. Unsere Familie ist weitergewachsen. Wir haben jetzt fünf Enkelkinder, alle unterschiedlich, alle mit ihrem eigenen Wünschen, Bedürfnisse und Eigenarten. Vom Neugeborenen bis Pubertier alles dabei. Vier Generationen und besonders die junge Generation zu erleben, erdet und relativiert vieles.
2025 war ein Jahr der inneren Bewegung. Nicht alles wurde sichtbar geteilt. Nicht alles gehört nach außen. Manches wirkt leise und nachhaltig.
Ich gehe wieder mit Dankbarkeit aus diesem Jahr.
Für Familie. Für Begegnungen. Für Vertrauen.
Für Klarheit, die nicht immer bequem war.
Und ich gehe mit Vorfreude weiter. Privat und beruflich.
Auf Zusammenhalt in der Familie.
Auf neue Nachfolgerinnen und tragfähige Übergänge.
Auf echte Zusammenarbeit.
Wenn du 2026 deine Nachfolge nicht allein sortieren willst, dann lass uns über Strategien sprechen.


